Pasta con le Sarde
Pasta con le Sarde

Pasta

Pasta con le Sarde

Meer und Berg auf einem Teller

4 Personen

Die Legende erzählt von General Eufemio, der um das Jahr 827 an der sizilianischen Küste landete und seinen Koch bat, ein Gericht aus dem zu bereiten, was die Insel hergab. Frische Sardinen und wild wachsender Fenchel trafen auf Rosinen, Pinienkerne und Safran, mitgebracht von der arabischen Herrschaft. So entstand ein Gericht, das Land und Meer, arabische und sizilianische Küche vereint, bis heute ein Wahrzeichen Palermos und traditionell am 19. März, dem Josefstag, in vielen Regionen iserviert.

Fisch & Grundlage für Pasta con le Sarde

400 g frische Sardinenausgenommen und filetiert

Sizilianische Aromaten für Pasta con le Sarde

300 g wilder Fenchelersatzweise Fenchelknolle mit Grün und etwas Fenchelsamen
1 Zwiebel
30 g Rosineneingeweicht
30 g Pinienkerne

Zum Abschluss für Pasta con le Sarde

80 g Semmelbröselgeröstet, klassischer knuspriger Abschluss; Käse wird üblicherweise nicht verwendet
Großer TopfGroße Pfanne
0115 Min.

Fenchel kochen

Wilden Fenchel in Salzwasser 10-15 Minuten weich kochen, herausnehmen, das Kochwasser aufbewahren, Fenchel fein hacken.

023 Min.

Semmelbrösel rösten

Semmelbrösel in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten, beiseitestellen.

0310 Min.

Soffritto

Zwiebel in Olivenöl glasig dünsten, Sardellen dazugeben und unter Rühren auflösen lassen.

0410 Min.

Sardinen und Aromaten

Gehackten Fenchel, Rosinen und Pinienkerne dazugeben, kurz mitschwitzen, dann die Sardinen vorsichtig unterheben und schonend garen.

055 Min.

Safran einrühren

Safran in etwas Fenchel-Kochwasser auflösen und in die Sauce einrühren, mit Salz abschmecken.

069-10 Min.

Pasta kochen

Pasta im aufbewahrten Fenchel-Kochwasser al dente kochen, abgießen und direkt in die Sauce geben.

072 Min.

Servieren

Gut vermengen und mit den gerösteten Semmelbröseln bestreut servieren.

Geröstete Semmelbrösel statt Käse. Die "muddica atturrata" ersetzt in Sizilien traditionell den Parmesan bei Fischpasta, sie gibt einen knusprigen Kontrast, ohne den delikaten Sardinengeschmack zu übertönen.

Kein wilder Fenchel gefunden? Fenchelknolle mit Grün und etwas Fenchelsamen ist der akzeptierte Ersatz, auch wenn der Geschmack milder bleibt.

Mit Tomate? Manche Varianten fügen etwas Tomatenmark hinzu, das Original aus Palermo bleibt meist tomatenlos.

Am 19. März? Traditionell zum Josefstag serviert, funktioniert aber das ganze Jahr über wunderbar.


Warum kommt kein Käse in dieses Gericht?

Wie bei fast jeder Fischpasta in Italien wird auf Käse verzichtet, gerösteten Semmelbröseln übernehmen stattdessen die knusprige Textur.

Woher kommen Rosinen und Pinienkerne in einem Fischgericht?

Aus der arabischen Küchentradition, die Sizilien über Jahrhunderte prägte und die süß-herzhafte Kombination in viele lokale Gerichte einbrachte.

Kann man frische Sardinen ersetzen?

Tiefgekühlte, aufgetaute Sardinenfilets funktionieren gut, wenn frische nicht verfügbar sind.

Bucatini oder Spaghetti?

In Palermo klassisch Bucatini, die dicke Röhrenpasta nimmt die Sauce besonders gut auf, dünnere Spaghettoni sind eine gängige Alternative.