Pappa al Pomodoro
Pappa al Pomodoro

Zuppa

Pappa al Pomodoro

Mehr Brei als Suppe, ganz aus wenigen Grundzutaten

4 Personen 40 Min. Arbeit · 40 Min. gesamt

"Pappa" heißt so viel wie Brei, und genau das ist der Charakter dieses Gerichts: keine klare Suppe, sondern eine dicke, sämige Masse aus eingeweichtem Brot und Tomaten. Wie Ribollita und Panzanella entstand sie aus der toskanischen Gewohnheit, kein Brot zu verschwenden. Berühmt in ganz Italien wurde sie durch das Kinderbuch "Il Giornalino di Gian Burrasca", in dem der kleine Protagonist lautstark nach seiner geliebten Pappa al Pomodoro verlangt, ein Satz, der bis heute jedem Italiener bekannt ist.

Grundlage für Pappa al Pomodoro

300 g altbackenes, ungesalzenes Brottoskanisches "pane sciocco", ersatzweise festes Bauernbrot vom Vortag

Aromaten für Pappa al Pomodoro

2 Knoblauchzehen
reichlich frisches Basilikum
natives Olivenölgroßzügig, auch zum Beträufeln am Ende
Großer Topf
0110 Min.

Tomatensauce ansetzen

Knoblauch in Olivenöl leicht andünsten, Tomaten dazugeben, salzen und bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln lassen.

025 Min.

Brot vorbereiten

Altbackenes Brot in Stücke schneiden oder brechen.

0315 Min.

Brot einrühren

Sauce mit etwas Brühe verdünnen, Brotstücke dazugeben und bei niedriger Hitze unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen, bis sich das Brot vollständig auflöst und eine dicke, breiige Konsistenz entsteht.

Charakteristisch für Pappa al Pomodoro: Sie soll eher wie Brei sein als wie Suppe, nicht flüssig löffelbar, sondern dick und stützend auf der Gabel.

04Ruhezeit

Ruhen lassen

Vom Herd nehmen und ca. 45-60 min. bei Raumtemperatur ruhen lassen, damit das Brot die Flüssigkeit vollständig aufnimmt.

055 Min.

Erneut erwärmen und servieren

Vor dem Servieren noch einmal sanft erwärmen, mit reichlich frischem Basilikum und einem großzügigen Schuss rohem Olivenöl servieren, warm oder bei Zimmertemperatur.

Das Brot löst sich vollständig auf, statt nur einzuweichen. Nur so entsteht die charakteristische, dicke, fast puddingartige Konsistenz, die den Unterschied zwischen echter Pappa al Pomodoro und einer bloßen Brot-Tomaten-Suppe ausmacht.

Warm oder kalt? Beides ist traditionell, im Sommer wird Pappa al Pomodoro gern kühl oder bei Zimmertemperatur serviert.

Mit Pecorino? Manche Familien reichen etwas geriebenen Pecorino dazu, das Original bleibt aber komplett vegan.

Frische statt geschälte Tomaten? Im Sommer mit reifen, süßen Tomaten besonders empfehlenswert, im Winter funktionieren gute Dosentomaten genauso gut.


Was bedeutet der Name Pappa al Pomodoro?

"Pappa" heißt Brei, die Bezeichnung beschreibt treffend die dicke, breiige Konsistenz des Gerichts, das keine klassische Suppe ist.

Warum unbedingt ungesalzenes Brot?

Toskanisches Brot wird traditionell ohne Salz gebacken, weil die herzhaften Zutaten der Region, wie Tomaten und Öl, bereits genug Würze mitbringen.

Warum ist das Gericht in ganz Italien bekannt?

Durch das populäre Kinderbuch "Il Giornalino di Gian Burrasca", in dem der Protagonist lautstark nach Pappa al Pomodoro verlangt. Seine landesweite Popkultur-Berühmtheit hängt besonders mit der TV-Adaption und Rita Pavones Lied „Viva la pappa col pomodoro“ zusammen.

Wie lange hält sich Pappa al Pomodoro?

Im Kühlschrank gut 3-4 Tage, da das Gericht recht robust ist, sie lässt sich auch problemlos einfrieren.