Gnocchi al Pomodoro
Gnocchi al Pomodoro

Pasta

Gnocchi al Pomodoro

Weich wie eine Wolke, nur aus Kartoffel und Mehl

4 Personen

Bei Gnocchi scheiden sich die Geister zwischen zwei Lagern: mit Ei oder ohne. Kartoffelgnocchi werden regional und familiär sowohl mit als auch ohne Ei zubereitet; die eifreie Fassung ist besonders zart, verlangt aber trockene Kartoffeln und sichere Technik. Das Ergebnis ist heikler in der Verarbeitung, dafür deutlich leichter und luftiger als die mit Ei stabilisierte Variante, die sich einfacher formen lässt, aber etwas fester bleibt. Um Rom und Teilen des Lazio gilt Donnerstag traditionell als Gnocchi-Tag.

Für die Gnocchi für Gnocchi al Pomodoro

1 kg mehligkochende Kartoffelnalte, möglichst trockene Kartoffeln, das ist entscheidend
250-300 g Mehl Type 00Menge hängt von der Feuchtigkeit der Kartoffeln ab
Salz

Für die Sauce für Gnocchi al Pomodoro

400 g passierte Tomaten
1 Knoblauchzehe
Basilikum
Parmesan zum Bestreuen
0130-40 Min.

Kartoffeln kochen

Kartoffeln ungeschält in Wasser weich kochen, bis ein Messer mühelos eindringt.

0210 Min.

Stampfen

Kartoffeln noch heiß schälen und sofort durch die Kartoffelpresse geben. Kaltes Kartoffelpüree bindet schlechter und führt zu klebrigen Gnocchi.

0310 Min.

Teig kneten

Mehl und Salz nach und nach in das noch warme Kartoffelpüree einarbeiten, bis ein weicher, kaum klebender Teig entsteht. Nicht zu lange kneten.

Die Grundregel: So wenig Mehl wie möglich verwenden. Zu viel Mehl macht die Gnocchi schwer und zäh, zu wenig lässt sie beim Kochen zerfallen.

0415 Min.

Formen

Teig in Portionen teilen, zu fingerdicken Rollen formen, in etwa 2 cm große Stücke schneiden und auf dem Gnocchi-Brett oder mit einer Gabel rillen.

0515 Min.

Tomatensauce

Knoblauch in Olivenöl andünsten, passierte Tomaten dazugeben, salzen und etwa 15 Minuten köcheln lassen.

062-3 Min.

Gnocchi kochen

Gnocchi portionsweise in kochendes Salzwasser geben, mit einem Schaumlöffel herausheben, sobald sie an der Oberfläche schwimmen, nicht abgießen.

071 Min.

Servieren

Gnocchi vorsichtig mit der Tomatensauce vermengen, mit Basilikum und Parmesan servieren.

Keine Eier, dafür heißes Kartoffelpüree. Ohne Ei binden allein Kartoffelstärke und wenig Mehl den Teig, das ergibt bei richtiger Technik besonders leichte, fast schwebende Gnocchi statt der festeren, mit Ei stabilisierten Variante.

Mit Ei einfacher zu handhaben? Ein Ei pro Kilo Kartoffeln macht den Teig deutlich stabiler und leichter zu formen, auf Kosten der besonderen Leichtigkeit.

Gnocchi alla Sorrentina? Mit Mozzarella bestreut und kurz überbacken, eine bekannte süditalienische Variante dieses Grundrezepts.

Am Vortag vorbereiten? Roh geformte Gnocchi lassen sich hervorragend einfrieren und direkt aus dem gefrorenen Zustand kochen.


Brauchen Gnocchi wirklich Eier?

Nein, es gibt zwei authentische Traditionen. Die eiweniger Variante ist die ältere, wird aber als schwieriger in der Verarbeitung angesehen.

Warum werden die Kartoffeln noch heiß verarbeitet?

Weil heißes Kartoffelpüree das Mehl besser bindet. Kalt gewordenes Püree braucht mehr Mehl, was die Gnocchi schwerer macht.

Welche Kartoffeln sind am besten?

Ältere, mehligkochende Kartoffeln mit wenig Feuchtigkeit, sie brauchen weniger Mehl und ergeben leichtere Gnocchi.

Warum steigen die Gnocchi im Wasser auf?

Sobald sie innen gar sind, dehnt sich die eingeschlossene Luft aus und lässt sie an die Oberfläche steigen, das ist das verlässliche Zeichen, dass sie fertig sind.