Bellini
Bellini

Aperitivo

Bellini

Zwei Zutaten, ein Farbton wie in einem Renaissance-Gemälde

2 Personen 10 Min. Arbeit · 10 Min. gesamt

1948 erfand Giuseppe Cipriani, Gründer der legendären Harry's Bar in Venedig, den Bellini, benannt nach dem venezianischen Renaissance-Maler Giovanni Bellini. Der Legende nach erinnerte ihn der zart rosa Farbton des Getränks an das Gewand eines Heiligen auf einem von Bellinis Gemälden. Das Rezept blieb seit damals bewusst schlicht: nur weißes Pfirsichpüree und Prosecco. Wichtig laut Arrigo Cipriani, der die Bar nach seinem Vater führte, ist die Pfirsichsorte: "Niemals gelbe", nur kleine, samtig-rosa weiße Pfirsiche ergeben den originalen Farbton und Geschmack.

Selbst mixen oder direkt genießen

Sie möchten den Bellini klassisch selbst zubereiten? Dann folgen Sie einfach unserem Originalrezept mit weißem Pfirsich und gut gekühltem Prosecco.

Oder Sie machen es sich ganz unkompliziert: Der fertige Cipriani Bellini vereint Prosecco DOC und weißes Pfirsichpüree bereits in der Flasche – nach venezianischer Tradition und sofort servierbereit.

Gut gekühlt servieren, vorsichtig öffnen und direkt genießen.

Für 2 Gläser für Bellini

2 weiße Pfirsichereif, weiße Pfirsiche sind klassisch; gelbe ergeben einen anderen, aber trinkbaren Bellini
1 TL Zuckeroptional, je nach Süße der Pfirsiche
300 ml ProseccoDOC oder DOCG, sehr gut gekühlt
Feines SiebSchüssel2 Sektgläser
013 Min.

Pfirsiche vorbereiten

Pfirsiche waschen, entkernen, das Fruchtfleisch in Stücke schneiden.

023 Min.

Zerdrücken

Pfirsichstücke mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken, nicht pürieren. Bei Bedarf etwas Zucker unterrühren.

Original-Regel: Pfirsiche fein pürieren oder zerdrücken und passieren; Schaumbildung vermeiden. Zerdrücken bewahrt die reine Fruchttextur.

033 Min.

Durch ein Sieb passieren

Zerdrückte Pfirsiche durch ein feines Sieb streichen, um ein reines, faserfreies Fruchtpüree zu erhalten.

041 Min.

In Gläser füllen

Pfirsichpüree auf zwei gekühlte Gläser verteilen.

051 Min.

Mit Prosecco auffüllen

Sehr kalten Prosecco langsam dazugießen, sanft umrühren und sofort servieren.

Zerdrückt statt püriert, und ausschließlich weiße Pfirsiche. Beides zusammen ergibt das reine, faserfreie Fruchtpüree mit dem charakteristischen, zart rosa Farbton, den gelbe Pfirsiche oder ein Mixer nicht erreichen.

Keine weißen Pfirsiche gefunden? Gelbe Pfirsiche funktionieren geschmacklich, der charakteristische zart-rosa Farbton bleibt dann aber aus.

Außerhalb der Pfirsichsaison? Weiße Pfirsiche gibt es typischerweise von Juni bis September, außerhalb dieser Zeit auf gutes Tiefkühlpüree zurückgreifen.

Champagner statt Prosecco? Beide sind akzeptiert, Prosecco bleibt aber der klassische Begleiter des Originals aus Harry's Bar.


Woher kommt der Name Bellini?

Vom venezianischen Renaissance-Maler Giovanni Bellini, dessen Gemälde-Farbtöne Giuseppe Cipriani an den zart rosa Ton des Getränks erinnerten.

Warum unbedingt weiße statt gelbe Pfirsiche?

Weiße Pfirsiche haben ein cremig-weißes Fruchtfleisch mit rötlichen Adern nahe dem Kern, das dem Bellini seinen charakteristischen, blassrosa Farbton gibt.

Warum wird kein Mixer verwendet?

Ein Mixer arbeitet zu viel Luft ins Fruchtfleisch ein und verändert die Textur, das Original setzt auf sanftes Zerdrücken und Passieren durch ein Sieb.

Kann man Bellini vorbereiten?

Das Pfirsichpüree lässt sich einige Stunden im Voraus zubereiten und kühl lagern, der Prosecco sollte aber erst unmittelbar vor dem Servieren dazukommen.