Minestrone
Minestrone

Zuppa

Minestrone

Kein festes Rezept, dafür eine feste Methode

6 Personen

Minestrone hat kein einziges, festgeschriebenes Rezept, ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit vor dem Römischen Reich zurück, und in jeder italienischen Region, jeder Familie sieht sie anders aus. Was bleibt, ist die Methode: ein Soffritto aus Zwiebel, Karotte und Sellerie als Basis, mindestens fünf bis sechs verschiedene, saisonale Gemüsesorten, Hülsenfrüchte für Substanz, und oft eine kleine Menge Pasta oder Reis gegen Ende. Minestrone folgt konsequent dem Rhythmus der Jahreszeiten, nicht einer festen Zutatenliste.

Soffritto für Minestrone

1 Zwiebel, 2 Karotten, 2 Stangen Sellerie

Gemüse & Hülsenfrüchte (nach Saison) für Minestrone

2 Kartoffeln
1 Zucchini
150 g grüne Bohnen
1 Parmesanrindeoptional, für mehr Tiefe

Zum Abschluss für Minestrone

Parmesan zum Servieren
Großer Topf
0110 Min.

Soffritto anschwitzen

Zwiebel, Karotte und Sellerie fein würfeln und in Olivenöl bei mittlerer Hitze langsam weich dünsten.

025 Min.

Feste Gemüse dazugeben

Kartoffeln und andere länger garende Gemüsesorten zuerst dazugeben, kurz mitschwitzen.

0330 Min.

Tomaten, Bohnen, Wasser

Tomaten, Hülsenfrüchte und die Parmesanrinde dazugeben, mit Wasser oder Brühe auffüllen, aufkochen und bei mittlerer Hitze etwa 20-30 Minuten köcheln lassen. (Für sechs Portionen zunächst etwa 1,5 l Wasser oder milde Gemüsebrühe angeben; bei Bedarf ergänzen.)

Prinzip statt Rezept: Gemüse nach Garzeit gestaffelt zugeben, damit alles bissfest bleibt und nichts zu Brei zerkocht.

0410 Min.

Schnell garendes Gemüse

Zucchini (6-10 Minuten) und grüne Bohnen (12-18 Minuten erst in den letzten Minuten dazugeben, damit sie nicht zerfallen.

0510 Min.

Pasta zugeben

Kurze Pasta direkt in der Suppe gar kochen, bis sie bissfest ist. Bei Bedarf noch etwas Wasser nachgießen.

062 Min.

Abschmecken und servieren

Parmesanrinde entfernen, mit Salz, Pfeffer und einem Schuss rohem Olivenöl abschmecken, mit Parmesan servieren.

Eine Methode statt eines starren Rezepts. Minestrone folgt dem, was der Garten und die Saison gerade bereithalten, wichtig ist nur das gestaffelte Zugeben der Gemüsesorten nach ihrer Garzeit, nicht eine bestimmte Zutatenliste.

Sommer- statt Winterversion? Im Sommer Zucchini, Paprika und frische Tomaten, im Winter Kohl, Kürbis und Fenchel, die Grundmethode bleibt gleich.

Mit Pesto? Die ligurische "Minestrone alla Genovese" bekommt am Ende einen Löffel Pesto, das gibt eine ganz eigene, aromatische Note.

Vegetarisch oder vegan? Ist meist schon so, den Parmesan einfach weglassen oder durch mehr Olivenöl ersetzen.


Gibt es ein offizielles Minestrone-Rezept?

Nein. Minestrone ist bewusst eine Methode, keine feste Zutatenliste, sie wechselt von Region zu Region und mit der Jahreszeit.

Warum kommt das Gemüse zu unterschiedlichen Zeiten hinein?

Damit jedes Gemüse genau richtig gart, statt entweder zu hart oder zu Brei zu werden. Kartoffeln brauchen deutlich länger als Zucchini.

Warum eine Parmesanrinde mitkochen?

Sie gibt der Brühe eine zusätzliche, umami-reiche Tiefe, ohne dass am Ende Käsestücke in der Suppe schwimmen.

Wie lange hält sich Minestrone?

Im Kühlschrank etwa 3-4 Tage, sie lässt sich auch gut einfrieren, am besten ohne die Pasta, die separat frisch nachgekocht wird.