Tagliatelle al Tartufo
Tagliatelle al Tartufo

Pasta

Tagliatelle al Tartufo

Schwarzes Gold, ganz ohne Ablenkung

4 Personen 20 Min. Arbeit · 20 Min. gesamt

TrĂŒffel galten in Umbrien und im Piemont ĂŒber Jahrhunderte als Delikatesse fĂŒr Adel und gehobene Gesellschaft, "schwarze Diamanten" der KĂŒche. Das Rezept, das sich daraus entwickelte, ist bewusst zurĂŒckhaltend: frische Eiertagliatelle, kalte Butter, Parmesan, und ganz am Ende der TrĂŒffel selbst, roh ĂŒber den Teller gehobelt. Keine Sauce im eigentlichen Sinne, keine Sahne, kein Knoblauch, das Original lĂ€sst den TrĂŒffel fĂŒr sich sprechen.

Pasta & Grundlage fĂŒr Tagliatelle al Tartufo

400 g frische TagliatelleEierpasta, keine getrocknete Pasta
80 g kalte Butterin WĂŒrfel geschnitten
50 g Parmigiano Reggianofrisch gerieben

TrĂŒffel fĂŒr Tagliatelle al Tartufo

25-30 g frischer schwarzer oder weißer TrĂŒffelWeißer TrĂŒffel ĂŒberwiegend roh ĂŒber die heiße Pasta hobeln; schwarzen TrĂŒffel kann man teilweise sehr sanft in Fett aromatisieren.
013 Min.

Tagliatelle kochen

Frische Tagliatelle in reichlich gesalzenem Wasser nur wenige Minuten al dente kochen, etwas Nudelwasser aufbewahren.

022 Min.

Mit Butter vermengen

Abgetropfte Tagliatelle mit der kalten Butter und etwas Nudelwasser in der SchĂŒssel oder direkt in der Pfanne durchschwenken, bis die Butter geschmolzen und alles glĂ€nzend cremig ist. Die Butter soll nicht brĂ€unen; sie darf jedoch durch heiße Pasta und etwas Kochwasser schmelzen und emulgieren.

Regel aus dem Piemont: Keine Sauce, kein Knoblauch, keine geschmolzene, braune Butter. Kalte ButterwĂŒrfel, kurz durchgeschwenkt, das ist alles.

031 Min.

Parmesan unterheben

Geriebenen Parmesan vorsichtig unterheben.

041 Min.

TrĂŒffel hobeln

Fertige Pasta auf Teller verteilen und den TrĂŒffel erst direkt am Tisch mit dem Hobel in dĂŒnnen Scheiben darĂŒber geben, nie in der KĂŒche im Voraus. Sein Aroma ist sehr flĂŒchtig.

Keine Sauce, keine Sahne, kein Knoblauch. Das piemontesische Original beschrĂ€nkt sich auf kalte Butter, Parmesan und TrĂŒffel und vertraut ganz auf den Eigengeschmack, statt ihn mit zusĂ€tzlichen Aromen zu ĂŒbertönen.

Kein frischer TrĂŒffel zur Hand? Gute frische Pilze wie Steinpilze in Butter geschwenkt ergeben ein anderes, aber ebenfalls gutes Gericht, geschmacklich mit TrĂŒffel aber nicht vergleichbar.

TrĂŒffelöl statt frischem TrĂŒffel? Die meisten im Supermarkt erhĂ€ltlichen TrĂŒffelöle enthalten kein echtes TrĂŒffelaroma, sondern einen synthetischen Duftstoff. FĂŒr das echte Erlebnis fĂŒhrt kein Weg am frischen TrĂŒffel vorbei.

Weißer oder schwarzer TrĂŒffel? Weißer TrĂŒffel gilt als edler und wird traditionell im Piemont bevorzugt, schwarzer TrĂŒffel aus Umbrien hat ebenso viele AnhĂ€nger.


Warum kommt keine Sahne in echte Tagliatelle al Tartufo?

Weil Sahne den empfindlichen, flĂŒchtigen Duft des TrĂŒffels ĂŒberdeckt. Das Original setzt allein auf Butter, um eine seidige Konsistenz zu erreichen.

Warum wird der TrĂŒffel erst am Tisch gehobelt?

Weil sein Aroma sehr flĂŒchtig ist. Frisch gehobelt direkt vor dem Servieren entfaltet er den vollen Duft, im Voraus vorbereitet wĂŒrde viel davon verloren gehen.

EnthĂ€lt TrĂŒffelöl wirklich TrĂŒffel?

Meist nicht. Die meisten handelsĂŒblichen TrĂŒffelöle basieren auf einem kĂŒnstlichen Aromastoff, der dem echten TrĂŒffelduft nur entfernt Ă€hnelt.

Wie sollte man frischen TrĂŒffel lagern?

Im KĂŒhlschrank bei etwa 4-6°C in einem Glas, eingewickelt in KĂŒchenpapier, das tĂ€glich gewechselt wird, niemals eingefroren.