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Sauce
Pesto alla Genovese
Gestampft, nicht gemixt
Der Name kommt vom genuesischen Verb "pestâ", stampfen, denn bevor es Küchenmaschinen gab, wurde jede Sauce im Marmormörser mit Holzstößel zerstoßen. Eines der ersten schriftlichen Rezepte stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, dokumentiert von Giovanni Battista Ratto. Bis heute definiert das Consorzio del Pesto Genovese genau sieben zulässige Zutaten: ligurisches Olivenöl, kleinblättriges Basilico Genovese, Pinienkerne, Knoblauch, grobes Salz und zwei Käsesorten, Parmigiano Reggiano und gereifter Pecorino Sardo.
Zutaten für Pesto alla Genovese
Zutaten für Pesto alla Genovese
Kochgeschirr für Pesto alla Genovese
Pesto alla Genovese zubereiten - Schritt für Schritt
Basilikum vorbereiten
Basilikumblätter waschen und sehr sorgfältig trockentupfen. Feuchte Blätter oxidieren schneller und lassen das Pesto dunkler werden.
Knoblauch und Salz zerstoßen
Knoblauch mit etwas grobem Salz im Mörser zu einer feinen Paste zerstoßen.
Pinienkerne dazugeben
Pinienkerne dazugeben und mit rotierenden Bewegungen weiter zerstoßen, bis eine cremige Masse entsteht.
Basilikum einarbeiten
Basilikumblätter nach und nach zugeben und mit dem Stößel gegen die Mörserwand zerdrücken, nicht hacken. So bleiben die ätherischen Öle erhalten.
Warum ohne Küchenmaschine besser: Schnell rotierende Klingen erhitzen das Basilikum, das lässt es dunkel und bitter werden. Der Mörser arbeitet kühl.
Käse und Öl
Beide Käsesorten unterrühren, dann das Olivenöl in dünnem Strahl einlaufen lassen, dabei stetig weiterrühren, bis eine glänzende, cremige Sauce entsteht.
Was Pesto alla Genovese besonders macht
Die Technik im Mörser statt im Mixer. Zerstoßen statt geschnitten bewahrt das Chlorophyll und die ätherischen Öle des Basilikums, das Ergebnis ist heller grün, aromatischer und wärmt sich beim Zubereiten nie auf.
Pesto alla Genovese abwandeln
Kein Mörser zur Hand? Ein Mixer mit gekühlter Schüssel funktioniert auch, dabei nur kurz pulsen statt durchgehend laufen lassen, damit sich das Öl nicht erhitzt.
Nur Parmesan da? Möglich, allerdings fehlt dann die salzig-würzige Tiefe, die der Pecorino Sardo einbringt.
Andere Nüsse statt Pinienkerne? Laut Consorzio nicht original, wer experimentieren möchte, sollte das Ergebnis dann eher "Pesto alla" statt "Pesto Genovese" nennen.
Häufige Fragen zu Pesto alla Genovese
Warum darf Pesto nicht erhitzt werden?
Hitze verändert die ätherischen Öle des Basilikums und lässt das Pesto dunkler und bitterer werden. Es wird höchstens mit warmem Nudelwasser verdünnt, nie mitgekocht.
Was bedeutet der Name Pesto?
Er kommt vom genuesischen Verb "pestâ", zerstoßen, in Anlehnung an die traditionelle Zubereitung im Mörser.
Kommt in echtes Pesto Sahne?
Nein, niemals. Die cremige Konsistenz entsteht allein durch Öl, Käse und die Emulsion beim Verarbeiten, nicht durch Milchprodukte.
Wie lange hält sich Pesto?
Im Kühlschrank, mit einer dünnen Ölschicht bedeckt, etwa 3-4 Tage. In kleinen Portionen eingefroren hält es sich deutlich länger.
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